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Die Wege nach Üchtelhausen waren zwar die gewohnten wie jedes Jahr, aber statt des über Jahre hinweg gleichen Tages, nämlich Dienstag in der Bittwoche machten sich heuer die Wallfahrer aus Hausen schon am Montag auf den Weg in die Nachbargemeinde

Bei schönem Wetter wurde die 5km lange Strecke über den steilen Anstieg gleich nach dem Sportplatz über die Betonstraße und durch den Wald und nochmaligen Anstieg vor Üchtelhausen bewältigt. Mit Gebeten um gutes Wetter und eine reiche Ernte sowie dem Singen von Liedern zu Ehren der Gottesmutter Maria gingen die Teilnehmer der Bittprozession durch die herrliche Natur mit blühenden Rapsfeldern ihrem Ziel entgegen.
Nachdem Monsignore Heßdörfer aus gesundheitlichen Gründen den Gottesdienst in Üchtelhausen nicht zelebrieren konnte, aber trotzdem anwesend war, übernahm Diakon Frank Menig, der ja eigentlich die Prozession aus Hausen begleiten wollte, diese Aufgabe. Dazu waren wieder zusätzlich Gottesdienstbesucher, die nicht mehr so gut zu Fuß waren, mit dem Auto eingetroffen.
Zur wohlverdienten Pause wurde ins Pfarrheim eingeladen. Nach einer Stärkung in Form verschiedener Getränke, belegter Brötchen und Laugenstangen, sowie Bratwürste im Brötchen oder sogar mit Sauerkraut machte man sich um 20.00 Uhr wieder bereit zum Aufbruch.
Monsignore Heßdörfer ließ es sich nicht nehmen, die Pilger aus Hausen zu verabschieden. „ Es sei doch schön, wie sich die Menschen aus den Nachbardörfern immer wieder gegenseitig besuchen und willkommen geheißen werden", sagte er zum Abschied und wünschte noch einen guten Heimweg. Dann machte sich die Wallfahrergruppe wieder auf den Nachhauseweg, um bei fortgeschrittener Dämmerung wieder in ihrem Heimatort anzukommen .
Die „Üchtelhäuser" kamen dann am Dienstag nach Hausen und feierten ihren Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Leonhard.

„ Neue Wege gehen" hieß es dann im wahrsten Sinn des Wortes am Sonntag, den 08. Mai zum Abschluss der Bittwoche.

Nach dem Gottesdienst, den Pfarrer Andreas Heck zusammen mit Diakon Georg Kirchner zelebrierte , versammelten sich die Gläubigen vor der Kirche, um an der Flurprozession, in der das Allerheiligste durch die Straßen getragen wird, teilzunehmen. Nach einer Station am Bildstock Klinger machte sich die Prozession mit Diakon Kirchner auf den Weg durch das Dorf, um dann entlang der Hauptstraße zur ungefähr 1km entfernten diesjährigen Endstation, dem Feldkreuz an der Lindner's Mühle zu kommen. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen war dieser Gang durch die grünende und blühende Natur ein unvergessliches Erlebnis für die zahlreichen Teilnehmer. Am Feldkreuz wurde dann noch das Tantum Ergo und als Danklied „Großer Gott wir loben dich" sowie ein Marienlied gesungen.

In Verbindung mit der Flurprozession hatte der Pfarrgemeinderat aus Hausen dann zum „Weißwurstfrühstück" geladen, das auch gerne angenommen wurde. Alternativ wurden neben der Weißwurst mit Brezel auch noch Wiener Würstchen und verschiedene Senfsorten angeboten. Für Getränke war auch bestens gesorgt.
Das Sitzen in freier Natur in wunderschöner Umgebung und herrlichem Wetter war schon etwas Besonderes für die Besucher.

Ruth Schmitt

 


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