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Schon viel erreicht – dieses Fazit zog Karl Schwarz bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Freunde von Nkile“

Der Vorsitzende berichtete anhand von Dias über die Ausstattung des dort von der Pfarrei errichteten Gemeinschaftshauses mit Energie mittels Solarzellen.

Nkile ist eine Ansammlung von mehreren Dörfern mit rund 5000 Einwohnern, die von Silverius Mwringira als katholischer Priester betreut werden. Er übernahm vor einigen Jahren mehrmals öfters in den Sommermonaten die Urlaubsvertretung für den Pfarrer von Schonungen. Hier fand er viele Unterstützer für die mannigfachen Projekte, die er in seiner Heimatpfarrei zur Verbesserung der sozio-ökonomischen Struktur der Landbevölkerung umsetzte.

Vor einigen Jahren gründete sich der Verein „Freunde von Nkile", der 29 Mitglieder zählt. In der Versammlung erläuterte Vorsitzender Karl Schwarz, wie wichtig die Elektrizität für dieses Gebäude ist. Es finden sich darin Unterkunftsmöglichkeiten und Schulungsräume. Ein Raum wurde mit zwei großen Gefrierschränken ausgestattet, wo überzähliger Fischfang aus dem Nyassa-See, der Erwerbsquelle der dortigen Bevölkerung, eingelagert werden kann. „Früher konnten solche Fische nur durch Trocken haltbar gemacht werden, wenn ein großer dicker Fisch im Netz war, und dieser nicht gleich verzehrt wurde, verdarb er", berichtete Schwarz. Für die Krankenstation wurde ein Kühlschrank angeschafft.

Zum Projekt der Elektroinstallation zählten eine Solaranlage mit acht Kilowattstunden Leistung. Da es sich um eine Inselanlage handelt, muss der Strom in Batterien über Nacht gespeichert werden. Das Gemeinschaftshaus, das allen Bewohnern dort offen steht, ist mit LED-Lampen und ausreichend Steckdosen ausgestattet. Die Büro- und Schulungsräume wurden mit zwei Computern und einem Drucker ausgestattet.

Realisiert werden konnte diese vom Verein geplante Hilfeleistung für Nkile nur, weil der Verein mit dem Ingenieursdienstleister NEW Engineering GmbH in Mannheim zusammen arbeitete. Weiter war der Verein „Starkmacher", eine Jugendorganisation in Mannheim, mit im Boot. Vor Ort war der Pfarrgemeinderat der Organisator und Ansprechpartner bei der Durchführung. Da eine Förderung des deutschen Entwicklungsministeriums nur möglich war, wenn der Projektträger, in diesem Fall der Pfarrgemeinderat, 25 Prozent Kosten aufbringt. So öffnete der Vereinskassier Udo Leipold die Kasse und gab dieses Geld. Weitere Hilfe aus Deutschland leisteten dort Karl Schwarz und Georg Full, sowie ein Mitglied des Mannheimer Ingenieurbüros in Nkile bei der Planung der Elektroinstallation und dem Einkauf des Materials.

Nach dem Grundsatz des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe zu geben, kündigte Schwarz in der Versammlung als weiteres Projekt die Ausstattung eines weiteren Gebäudes mit Elektrizität an. Dort sollen mit bescheidenen Ausrüstungsgeräten vor allem junge Menschen sich auf einen Beruf vorbereiten können. „Allerdings nur Gewerbe, was dort gebraucht wird", versichert Karl Schwarz, denn die Lebenssituation der Leute müsse immer im Auge behalten werden.

Spendenkonto: VR-Bank Schweinfurt eG, Freunde von Nkile e.V. IBAN: DE10 7906 9010 0202 4247 03

Bild Dorfgemeinschaftshaus
„Es ist unser Haus", so sehen es die Einwohner von Nkile, berichtete Karl Schwarz.

Bild Schalterkasten
Stolz präsentieren Elektriker Deodatus (links) und Pfarrer Silverius Mwringira den ersten Sicherungskasten für das Gemeinschaftshaus.

Bild Elektroanlage
Tatkräftig mit angepackt hat Elektriker Deodatus. 

Text: Rita Steger-Frühwacht
Fotos: Karl Schwarz


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