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Oberlandtag der Pfarrgemeinderäte

Ein intensives Programm hatten die gut 30 Pfarrgemeinderäte aus dem pastoralen Raum „Schweinfurter Oberland – Seliger Liborius Wagner“ bei ihrem jährlichen Treffen, genannt „Oberlandtag“. Dieser fand am 19. November in Marktsteinach statt. Passend zum Tag hatte Gemeindereferentin Angela Stein einen geistlichen Impuls zur heiligen Elisabeth vorbereitet.
Danach ging es in den Pfarrsaal. Dort stellte Pfarrer Dr. Eugen Daigeler den Informationsstand zur Entwicklung der pastoralen Räume vor. Auf Bistumsebene hat eine Online-Umfrage bei den Ehren- und Hauptamtlichen mehrheitlich Skepsis gegenüber dem Projekt „Pastoral der Zukunft“ gezeigt. „Wir müssen aber vor Ort das Beste daraus machen und einen Weg finden, der für uns passt. Denn unser aller Anliegen ist es, den Glauben lebendig zu halten und ihn in Gemeinschaft zu leben. Nur dazu dienen Strukturen“, so Pfarrer Daigeler. Ein Thema im kommenden Jahr wird die Kategorisierung der Immobilien sein, also von Kirchen, Pfarrheimen und Pfarrhäusern.
Die Seelsorger treffen sich regelmäßig zu Dienstgesprächen, bei denen über verschiedene Themen wie Kindergärten, Gottesdienstordnung oder Erstkommunion gesprochen wurde. Zur Erstkommunion haben die Seelsorger votiert, diese nach den drei Schulsprengeln zu organisieren und zu feiern.
Inzwischen hat der Rat im pastoralen Raum („Oberlandrat“) eine Vorsitzende gewählt, nämlich Frau Ingrid Fickert aus Hausen. Ihre Stellvertreterin ist Frau Michaela Rüd aus Ebertshausen. Unser Vertreter im Diözesanrat ist Diakon Dr. Michael Wahler. Für das Dekanatsforum (früher Dekanatsrat) fand sich kein Vertreter.
Nun folgte ein Rückblick auf die Pfarrgemeinderatswahlen. Es zeigt sich, dass der Wahlmodus unterschiedlich lief. In etwa 80 % der Kirchorte gibt es ein „Gemeindeteam“, zusätzlich gibt es drei Pfarrgemeinderäte für die Untereinheiten Marksteinach/Schonungen, Üchtelhausen und Stadtlauringen. Hier soll in den Räten ehrlich nachgedacht werden, ob die Räte-Struktur weiterentwickelt und verschlankt werden muss.
Die Kaffeepause bot Raum für den persönlichen Austausch. Danach wurde erstmals der Film „Liborius Wagner“ gezeigt. Die Premiere stieß mit spontanem Applaus auf große Zustimmung.
Ein letzter, großer Tagesordnungspunkt war ein Plan für die Messfeiern im pastoralen Raum. Das Erscheinungsbild der Gottesdienstordnungen wird im kommenden Jahr vereinheitlicht. Das größere Projekt ist die Aufteilung der Messfeiern, die für die Priester leistbar und auch im Krankheits- oder Urlaubsfall funktionieren soll. Ein Vorschlag für Mess-Plan mit vier Priestern wird zurzeit erarbeitet. dabei sollen folgende Prinzipien gelten:
1. Verlässlichkeit: Vier feste Messorte und ein Zwei-Wochen-Rhythmus für die anderen 16 Orte (auch dort feste Zeiten).
2. Personelle Zuordnung: Jeder Priester ist grundsätzlich seinen Pfarreien zugeordnet, aber zur Aushilfe in den anderen Orten bereit.
3. In allen 21 Kirchorten sollen grundsätzlich heilige Messen sowie andere Gottesdienstformen stattfinden.
4. Örtliche Feiertage (z.B. Patrozinium, Kirchweih…) sollen, soweit möglich, berücksichtigt werden.
5. Eigeninitiative: Es ist niemand gehindert, kirchliches und liturgisches Leben im eigenen Ort stattfinden zu lassen. Es gibt viele Andachtsformen, die von den Gläubigen getragen werden.
6. Probezeit: Der Plan soll im neuen Jahr probeweise Anwendung finden und in einem halben Jahr evaluiert werden.
Abschließend nahm Pfarrer Kai Söder eine Ehrung vor. Frau Gerlinde Geyer aus Üchtelhausen wurde für 50 Jahre Mitarbeit im Pfarrgemeinderat mit einer Plakette ausgezeichnet, die den seligen Liborius zeigt. Pfarrer Daigeler schloss die Sitzung mit dem Hinweis, dass es auch im nächsten Jahr einen Oberlandtag geben soll. Der Rat im pastoralen Raum wird in seiner nächsten Sitzung am Mittwoch, 10. Mai 2023, in Ebertshausen einen Termin festlegen.

Eugen Daigeler
Dr. theol.
Pfarrer


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